Was ist Maintrac?

Wie man mit winzigen Beobachtungen in Maintrac große Sprünge machen kann

Dass Krebstumore streuen können, sich der Krebs also auch in andere Organe ausbreiten kann, ist in der Medizin schon lange bekannt. Für die Metastasierung können u.a. die sogenannten zirkulierenden Tumorzellen verantwortlich sein, die vom Tumor in die Blutbahn abgegeben werden. Krebstherapien, wie z.B. Chemotherapien, zielen sowohl darauf ab, die Tumoren als auch die malignen Zellen im Blut zu zerstören. Ob eine Krebstherapie jedoch den gewünschten Erfolg erzielt, erfährt der Patient erst im Anschluss daran. Was wäre jedoch, wenn die Wirksamkeit einer Krebstherapie bereits während der Behandlung überprüft werden könnte? Hier kommt die maintrac®- Analyse in Spiel.

Entwicklung der maintrac® – Methode

Bereits während ihrer Zeit als Professorin an der Universität in Jena hat Frau Prof. Dr. Pachmann begonnen, ein Verfahren zu entwickeln, dass zirkulierende Tumorzellen im Blut nachweist. Über die Jahre wurde dieses Verfahren immer weiter optimiert und letztendlich auch patentiert. Der Name „maintrac“ ist Frau Prof. Dr. Pachmanns Angaben zufolge ein Wortspiel aus „Main“ (weil der Rote Main durch Bayreuth fließt) und dem englischen Wort „track“ (weil sich mit der Methode die zirkulierenden Zellen aufspüren lassen). Und wie funktioniert nun die Methode? Nachdem die weißen Blutkörperchen aus dem Patientenblut gefiltert worden sind, werden die epithelialen Zellen mithilfe eines fluoreszierenden Antikörpers markiert. Unter einem Mikroskop lassen sich dann grüne (lebende) und rot-grüne (tote) Zellen voneinander unterscheiden, wobei aber nur die lebenden Zellen relevant sind und ausgezählt werden.

Schlussfolgerungen aus 15 ml Blut

Eine einmalige Zellzählung mit maintrac® ist kaum aussagekräftig, sondern erst der Verlauf, der sich nach mehrmaliger Zellzählung ergibt. Abnehmende Zellzahlen sind in der Regel ein Hinweis darauf, dass die Therapie wirksam ist. Nehmen die Zellzahlen jedoch um das 10fache zu, so ist dies ein Indiz dafür, dass die Behandlungsmethode nur wenig oder gar nicht effektiv ist. Patient und Arzt sollten in diesem Fall Rücksprache halten und über eine Behandlungsalternative beratschlagen. Bei bestehender Diagnose Krebs, kann maintrac® also als nützliche Entscheidungshilfe bei Therapiefragen dienen.

Die Zukunft liegt in der Automatisierung

Auch in einem kleinen Unternehmen wie der simfo GmbH wird zukunftsorientiert und innovativ gedacht. Derzeit wird ein Großteil der Analyse noch manuell durchgeführt. Angesichts eines zunehmenden Probenaufkommens – Blut das mittlerweile aus fast allen Ländern der Welt eingeschickt wird – ist jedoch die Notwendigkeit nach einer Vereinfachung der Methode ersichtlich geworden. So fließt das langjährige Methodenwissen nun in die Entwicklung eines medizintechnischen Hilfsmittels. Der Automat, der bislang nur als Prototyp existiert, soll zukünftig das maintrac®-Laborteam entlasten. Für Frau Prof. Dr. Pachmann spiegelt das Gerät jedoch v.a. auch die Hoffnung wider, die maintrac®- Analyse eines Tages allen Patienten zu einem erschwinglichen Preis zugänglich zu machen.

Weitere Informationen zu  maintrac® und der Forschungsarbeit der simfo GmbH erhalten Sie hier:

http://maintrac.de

http://www.simfo.de/forschung/