Was ist Maintrac?

Wie man mit winzigen Beobachtungen in Maintrac große Sprünge machen kann

Unter dem Begriff Transfusionsmedizin kann sich sicherlich der eine oder andere Leser etwas vorstellen? – Korrekt! Das Thema dreht sich rund um Bluttransfusionen! Da stellt sich für den Zuschauer nun die Frage, warum das denn für ihn so wichtig wäre, dass wir darüber einen kurzen Film produzieren? Die Antwort liegt wie immer ganz tief im Detail. Aber lesen Sie selbst einen Ausschnitt aus unserer kurzen Reportage:

Seit langer Zeit ist es in der Krebsmedizin Fakt, dass Karzinome streuen. Man weiß also, dass Zellen einen Tumor verlassen können und im Blut frei zirkulieren. Dies sind die Zellen, die später zu Metastasen an anderen Stellen des Körpers führen können. Es wurden daraufhin Krebstherapien entwickelt, die eben diese Zellen zerstören. Die Herausforderung dabei: Niemand kann in der laufenden Medikation sagen, ob die gewählte Therapie wirklich dazu in der Lage ist oder eben nicht. Das kann bisher erst nach der Behandlung festgestellt werden, einhergehend mit viel Stress und Schmerzen beim Patienten.

Methodenentwicklung

Aus diesem Grund wurde über die letzten Jahre am Institut für Transfusionsmedizin in Bayreuth von Frau Prof. Dr. Pachmann die Methode namens „Maintrac“ entwickelt, bei welcher diese zirkulierenden Tumorzellen im Blut des Patienten gefiltert, aufbereitet und analysiert werden. Aus der Blutprobe eines Patienten werden die weißen Blutkörperchen zentrifugiert, denn darunter befinden sich jene gesuchten, zirkulierenden Tumorzellen. Mittels eines speziellen Farbstoffes werden diese dann für ein eigens entwickeltes Bildanalyseprogramm von Laborfachpersonal kenntlich gemacht. So sind die Tumorzellen von den weißen Blutkörperchen unterscheidbar und quantifizierbar. Auf Basis der Bildauswertung mit den gefärbten Tumorzellen können sowohl Arzt als auch Patient sehen, was der Effekt der durchgeführte Therapie ist. Für den Patienten bedeutet dies schlicht weniger Stress und Unwohlsein verbunden mit einer deutlich höheren Heilungschance. Für den Arzt bedeutet dies gezieltere Therapieerfolge durch die analytische Begleitung der Krebstherapie. Eine gute Chance für beide Seiten im Kampf gegen den Tumor durch Prozessbegleitende Beobachtung.

Methodenüberwachung

Wenn im Laufe der begleiteten Behandlung nun die Zahl der zirkulierenden Krebszellen abnimmt bedeutet dies, dass die vom Arzt gewählte Therapie wirkt. Im Fall der Zunahme von zirkulierenden Krebszellen hat der Arzt dann aber auch frühzeitig eine Chance die unwirksame Therapie zu stoppen und Änderungen schnellstmöglich zu veranlassen. Die „Maintrac“ genannte Methode überwacht also die Therapie, indem die Anzahl der Zellen im Blut verfolgt wird. Dieses langjährige Methodenwissen fließt nun in die Entwicklung eines medizintechnischen Hilfsmittels ein. Das Gerät soll eine Vervielfachung der Analysen ermöglichen als bisher von Hand im Labor durchzuführen wäre. Damit nimmt für Frau Prof. Pachmann die Hoffnung des Gestalt an, allen bedürftigen Patienten diese Analyse für einen erschwinglichen Preis zugänglich zu machen.

Weiterführende Informationen über Maintrac oder der zugehörigen Forschung:

http://www.simfo.de/forschung/

 

Freie Trauung und eine Hochzeitsrednerin

Was ist denn eine freie Trauung?


Was passiert da? Warum ist das wünschenswert? All diese Fragen zur freien Trauung wurden Eva Maria Albrecht immer wieder gestellt. Aus diesem Grund wollte die freie Traurednerin diese vielseitigen Fragen einmal in einem Film visualisieren. Wir als cellulart.tv durften diesen Wunsch für Eva Maria Albrecht umsetzen und waren bei einigen dieser freien Trauungen mit der Kamera dabei. Freie Trauungen sind individuell gestaltbar, romantisch, tiefsinnig und ergänzen die standesamtliche Zeremonie an einem frei wählbaren Ort. In dem hier gezeigten Imagefilm verwirklichte die Cellulart Filmproduktion die Präsentation der Traurednerin Eva Maria Albrecht und die filmische Umsetzung unterschiedlicher Live-Trauungen voller Emotionen und einmaliger Augenblicke. Es sind Momente, in denen die Bilder für sich sprechen. Momente fürs Leben, die man nie vergessen möchte.

Für uns der Dank von ihr: „… ich empfehle Sie sogar sehr gern weiter!“.

 

Doku-Fiktion „Gegen die Angst“

Alles „Gegen die Angst“

 

Es war Herbst…

… zum Jahresende 2001. Ich weilte auf der iberischen Halbinsel mitten in der kastilischen Hochebene. In Valladolid, der Geburtsstadt Philipp II.,absolvierte ich mein erstes Auslandssemester an der dortigen Universität. Eine intensive und prägende Erfahrung ist es, sich in einem durchaus fremden Kulturkreis zurechtzufinden. Ohne ausreichende Sprachkenntnisse unterwegs, entwickelte ich eine besondere Sensibilität für meine Umgebung. Ich war sehr empfindlich für alles um mich herum. An einem sonnigen Herbstnachmittag im November, direkt nach den Vorlesungen, klingelte mein Mobiltelefon. Es war mein Vater im fernen Deutschland. Er hatte mich gerade noch in Spanien an meinem Studienort besucht. Wir hatten im Oktober mit seinem Auto gemeinsam viele Städte erkundet. Es war ein richtiges Roadmovie: Vater und Sohn 30 Tage unterwegs in einem Auto – einen sensationelle Erfahrung. Gerade eine Woche war er wieder auf dem Heimweg. Wahrscheinlich wollte er sich nun zurück melden und gut daheim angekommen war. Irgendetwas aber stimmte an der Vermutung nicht. Vater war immer zügig unterwegs. Nach drei Tagen hätte er schon in unserer Heimatstadt sein sollen. Der erste Satz dieses sonderbaren Anrufes war „Ich solle mir keinen Sorgen machen. Es ist alles geregelt!“        Stille!

In mir stieg die Angst

„Was ist geregelt? Warum ist etwas geregelt? Worum geht’s und was ist hier eigentlich los?“ – So in etwa begann meine Flut an Fragen, die ich völlig ahnungslos in den Hörer stammelte. Was war passiert? Völlig hilflos saß ich in dem kleinen WG-Zimmer in einer großen Industriestadt in einem 2500 km entfernten Land. Ich hatte den schlimmen Verdacht, ihm am Telefon Lebewohl sagen zu müssen. Blanke Angst stieg in mir hoch. ‚Ich verliere jetzt meine Familie!‘ war mein nächster Gedanke. Alle Lässigkeit, aller vertrauter Spaß in den Gesprächen war wie weggeblasen. Es blieb nur das Zuhören über diese große Distanz.

Schnitt – fertig! – Aus?

„Krebs!“ war sein erstes Wort nach meinen Fragen. „Sie haben bei mir Prostatakrebs diagnostiziert.“ Direkt nach seiner Ankunft zu Hause fand er den Brief vom Labor in seiner Post. Der Befund lautete auf fortgeschrittenes Stadium. Er war zum Urologen überwiesen worden. Dieser überstellte ihn ohne viel Federlesen auf den OP Tisch. „Operieren ist das einzig Wirksame! Raus mit dem Tumor – Radikal! Dann leben Sie wenigstens noch weiter und siechen nicht dahin. Potenz ist in ihrem Alter ja eher sekundär! In 3 Tagen ist OP oder Sie sind in 6 Monaten tot!“

Und jetzt was?

Vater berichtete völlig desillusioniert von diesem Arztbesuch. Nach 10 min war die Diagnose fertig. Ohne wirkliche Beratung durch den Facharzt war er aus dem Sprechzimmer rauskomplimentiert worden mit einer Überweisung – aller Hoffnung beraubt, ohne weiteres Wissen, ohne Hinweise! Alles war plötzlich sehr endlich. Es begann der totale Kontrollverlust über sein bisheriges Leben. Die Autofahrt nach Hause fühlte sich an wie fremd gesteuert. In Gedanken dachte er an das Zusammentreffen mit einem massiven Baum – es war ja jetzt egal! Nur noch 6 Monate ohne OP – und wie viele Monate nach einer OP? Was brachte das eigentlich? In den verbleibenden drei Tagen war keinen Zeit mehr für eine Suche nach Alternativen.

Alles geregelt!?

Die Zeit rannte jetzt! Die Wege führten zur Krankenkasse, zu den vorbereitenden Fachärzten, zur Bank, zum Notar, zu all den wichtigen als auch unwichtigen Institutionen, um alles „zu regeln“. Alles? Kann so alles geregelt sein? Nein! Seine Angst blieb! Es war seine Angst vor einem unverschuldeten Urteil, die in all seinen ach so geregelten Sachen mitklang. Jemand hatte auf Grund eines faktischen Laborbefundes eine Entscheidung für ihn selbst getroffen. Alternativen wurden dabei nicht erwähnt. Es gibt nur eine ordentliche Lösung! Widerstand ist zwecklos! In der Realisierung dieses Augenblicks rief er mich in meinem spanischen Studienort an. Ein schwerer Moment, in dem ein gestandener Vater seinem Sohn die eigene Endlichkeit ’sorglos geregelt‘ nahe bringen will. Er braucht mich doch jetzt bei sich!

Dafür ist keine Zeit

Sein Anruf war die letzte Aktion vor der Abfahrt zur radikalen Operation. Es blieb mir keine Zeit mehr für meinen jetzt doch so wichtigen Flug nach Hause. Morgen war der Eingriff, danach wolle er anrufen und weitere Sachen besprechen. Ich war so enttäuscht. Er hatte mich als Ultima Ratio kontaktiert. Ich bin sein Sohn! Hatte ich nicht ein Anrecht auf Information aus erster Hand? War ich nur technisches Beiwerk? Ich sorge mich doch genauso wie er! Ich habe die gleiche Angst! Ich stehe ihm doch zur Seite – bedingungslos! Ist das nichts wert?

Wie geht es weiter?

Die Operation hat er mit Einschränkungen überstanden. Die Nervenbahnen für die Wiedererlangung der Potenz wurden chirurgisch durchtrennt. Das war der Preis für die Alternativlosigkeit des Eingriffs. Völlig unnötig und zerstörerisch für das Familienleben – wie sich später herausstellte. Es gab sehr wohl Alternativen und die wären zum Zeitpunkt des Befundes noch wirksam anwendbar gewesen. Ein persönliches Desaster als Folge überschneller und veralteter Erfahrungswerte eines einzelnen Arztes ohne Hinzuziehung einer Zweitmeinung!

Wer noch?

Wie Vielen ergeht es noch so wie mir, war seine Frage nach der überstandenen OP. Ich muss etwas dagegen tun! Ich muss gegen diese Angst aufklären! Das ist bis heute seine intrinsische Motivation, die er mittlerweile an über einhundert Mitglieder seiner Selbsthilfegruppe weitergegeben hat. Er pflanzte den Willen zum Kampf gegen die Angst in die Köpfe anderer Väter. Sein Rezept dafür: Aufklärung im Vorfeld über alle Belange. Wissen bringt die Kontrolle über Entscheidungen zurück!

Wie aufklären?

Mein Vater kam mit dieser Frage zu mir. Es gibt so viele gestandene Männer, die plötzlich die selbe Angst erleiden. Sie stehen genau wie er damals vor einem riesigen schwarzen Loch, in welches Ihr Leben zu versinken droht. Wie kann man auf eine emotionale Weise Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben? Wie lassen sich diese sensiblen Informationen in die Breite vermitteln, ohne belehrend zu wirken?

Die Antwort war so offensichtlich wie auch komplex: mit einem Film!

Die Geburt eines Films

Zu Beginn des Jahres 2014, haben sich der Kameramann Johannes Romeyke, die Redakteurin Anne-Kristin Henker und die beiden Produzenten Fagus Pauly & Thomas Vogler an die Umsetzung dieses lange geplanten Filmprojektes gemacht. Dazu wurden zum Ende des Vorjahres schon lange Gespräche mit möglichen Darstellern geführt und die Suche nach passenden Drehorten gestartet. Nach mehreren schönen und aufregenden, wie auch mitreisenden Drehtagen waren alle Aufnahmen bald im Kasten und der Schnitt konnte beginnen. Durch die vielen langen und auch sehr emotionalen Interviews stand dem Team eine schwierige Aufgabe bevor. Die Ergebnisse können sich dafür sehen lassen. Einen ersten Eindruck und Blick auf die Beteiligten gibt es auf der Webseite: www.prostata-selbsthilfefilm.de Für den gesamten Film können Sie eine Bestellung über dieselbe Seite aufgeben. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und wünschen allen (irgendwann) mal Betroffenen eine umfassende Aufklärung.

55.000 Worte aus NorthCarolina um eine Jugendclique im Nachkriegs-Berlin

cellulart.tv filmproduktion erhält die Verfilmungsrechte für die Jugendstory des Kameradschafts Club Berlin (KCB). Die spannende Geschichte einer Jugendclique spielt im Berlin der Nachkriegszeit.

Siegel des KCB

Siegel des KCB

Die Monatserlebnisse wurde vom Gründer und Anführer Kutte niedergeschrieben.  cellulart.tv wird den Stoff zur Serie entwickeln. Spätestens zum 70. Jahrestag der Gründung des KCB soll die erste Folge gesendet sein. Danke an Kutte und die Jungs! Das wird Euer filmisches Denkmal für eine ganze Generation von Nachkriegsjugendlichen.

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cellulart.tv im Auftrag der Kinderfilm GmbH

cellulart filmproduktion übernimmt das komplette Motivmanagement im neuen Filmprojekt der Kinderfilm GmbH.

10 Wochen intensive Arbeit hat Tilo Ullrich von cellulart hinter sich. Der neue Streifen der Kinderfilm GmbH aus Erfurt ist wieder die Verfilmung eines bekannten deutschen Märchens. In diesem Film, der im Auftrag des HR gedreht wurde, spielen bekannte deutsche Schauspieler vor einem traumhaften Schloss, märchenhaften Wäldern und einem romantischen Waldsee. Cellulart.tv zeichnete für diese Drehorte verantwortlich.

Im Team wurde das Drehbuch ausgewertet und dann die passenden Drehmotive gesucht. Dieses „Motivscouting“ musste im strengen historischen Kontext des Märchenstoffes geschehen. Alle Location mussten den besonderen Ansprüchen eines historischen Films entsprechen und wirklich Märchenhaftes repräsentieren. Tilo Ullrich betreute mit dieser Produktion nun schon seinen 5. Märchenfilm als Scout und Motivaufnahmeleiter. Innerhalb von nur 5 Wochen konnte er die passenden Motive finden, die Wünsche von Regie, Kamera und Szenenbild im vollen Umfang erfüllen und deutlich vor Beginn der Produktion die Dreharbeiten an allen Drehorten sicher stellen. Durch die räumliche Nähe der gefunden Motive konnte cellulart.tv der ausführenden Produktionsfirma Kinderfilm GmbH den logistischen Produktionsaufwand erheblich senken und somit Kosten sparen.

Weiterhin übernahm Tilo Ullrich von der cellulart filmproduktion das komplette Motivmanagement während der gesamten Drehzeit. Das bedeutete: die vertragliche Aushandlung mit den Motivgebern, das Einholen der erforderlichen Genehmigungen, die Drehvorbereitungen am Motiv, die Betreuung der Motivgeber vor, während und nach den Dreharbeiten sowie die komplette Rückabwicklung der Motive nach Ende der Filmarbeiten. Alles in allem ein komplettes Motivmanagement, welches der Kinderfilm GmbH und dem Hessichen Rundfunk zu einem weiteren, wundervollen Märchenfilm mitverhalf.

(Fagus Pauly)